rch_2262-2 Genau vor 4 Monaten hatte ich nach dem Frauenlauf in Ludwigshafen starke Schmerzen in meinem Fuß. Diagnose Ermüdungsbruch in der Ferse.. puh die Läuferseuche hatte mich also erwischt. Darauf hin folgte die härteste Trainingseinheit meines Lebens. Laufpause! 8 Wochen lang..

Ich mag schon Ruhetage nicht und jetzt sollte ich den ganzen Sommer nicht laufen?! Zum Glück war es nicht meine erste Verletzung, so hatte ich schon gelernt mit Zwangspausen umzugehen. Aber diesmal war es echt eine lange Pause. Meinen Sommer hab ich größtenteils im Freibad verbracht.

Mein neues Hobby: Aquajogging! 2-5h am Tag. Die einzige Möglichkeit meine Energie irgendwie los zu werden und meinen Körper auf Trab zu halten. Leider dauern Wasser Einheiten sehr lange und die Aussicht die nächsten Wochen nicht durch den Wald zu rennen, sondern mit dem Seniorenpublikum durchs Wasser zu schreiten setzt keine Glückgefühle frei.

Bekanntlich hilft Jammern halt auch nicht und eigentlich war ich dankbar als die Schmerzen endlich weg waren und wenigstens alltägliche Wege keine Hürde mehr darstellten. Immerhin konnte ich ins Wasser, gelegentlich Rennradfahren und mal an meiner Stabilität arbeiten.

Dennoch liefen einige Tränen als meine Ärzte mir wieder grünes Licht gaben mit dem Lauftraining zu beginnen. Leider kann man nach so einer Verletzung nicht da anknüpfen wo man aufgehört hat. Meine erste Laufeiheit dauerte 15min und obwohl ich nicht schnell unterwegs war explodierte mein Puls, die Atmung hörte sich nach einem Asthmatiker an und ich schwitze und das nicht wenig. Irgendwie gruselig was aus meinem Körper geworden war.

Die ersten Wochen hieß es nochmal stark sein. Laufen langsam steigern, mit dem „anderen“ Körper umgehen lernen und nicht gleich zu viel wollen. Der Sommer 2016 bleibt für mich immer der Sommer der Geduld und der Emotionen.

Jetzt nach 4 Monaten wird das war wovon ich die letzte Zeit jeden Tag geträumt habe. Weswegen ich mich jeden Tag stundenlang beim Alternativtraining gelangweilt habe. Weswegen ich niemals aufgeben wollte.

Ich stehe wieder an der Startlinie! Laura is back! Der Gedanke daran hat mir schon seid einer Woche Gänsehaut bereitet.

Ich startete beim Köln Halbmarathon, richtig trainiert habe ich dafür 2 Wochen. Wobei eigenlich nur Eine, die Zweite war die Tapering Woche. Die wenigen Einheiten liefen unerwartet echt gut, der Körper verlernt halt doch nicht 😉

Für mich war es das Größte die vielen bekannten Gesichter wieder zu sehen und gemeinsam an der Startlinie zu stehen.

Das Rennen war.. keine Ahnung wie es war.. ich bin halt gelaufen hab mich an eine Gruppe gehängt.. ab und zu auf die Uhr geschaut und war echt einfach nur glücklich. So ganz an meine Grenzen gehen konnte ich irgendwie nicht. Monatelang sollte ich meinen Körper schonen und jetzt alles aus ihm rausholen?! Das muss ich nochmal üben!

Dennoch bin ich mächtig stolz auf meine 1.20,05h und 7. Frau von über 14000 Startern.

Mein größter Wunsch.. dass mein Seuchen Jahr genau jetzt zu Ende ist und nicht wieder eine Verletzung von der Nächsten abgelöst wird! Laufen ist einfach toll 🙂

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