Lange nix mehr geschrieben hier, lange bin ich nicht mehr gelaufen..

Alles begann mit Schmerzen im Sprunggelenk nach einem Wettkampf. Zuerst war ich Felsenfest davon überzeugt, dass wenn ich ein bisschen Quark drauf mach es nur ein paar Tage dauert. Leider war dem nicht so und ich musste einen Wettkampf nach dem anderen absagen. 4 Wochen später erfuhr ich nach einem MRT den Grund der Beschwerden. Ich hatte einen Ermüdungsbruch in der Ferse und nun stand das härteste Training für einen leidenschaftlichen Läufer an.. Geduld und Ruhe.

Die Laune? Zunächst eigentlich ganz gut weil es eine Weile gedauert hat bis ich es realisiert hatte. In einer Zeit in der man nicht laufen darf, obwohl man es so gerne möchte, blutet das Herz. Wenn ich zum Aquajogging ging und auf dem Weg Läufer sah kamen mir nicht nur einmal die Tränen.

Wenn man nix an einer Sache ändern kann, ist es dennoch wichtig das Beste aus der Situation zu machen und das habe ich gut hinbekommen. Mal ein bisschen aus der Laufwelt zurückziehen und sich auf andere Dinge im Leben konzentrieren. Beim stundenlangen, eintönigen Aquajogging rausfinden was man will im Leben und nicht die Tage zählen bis man wieder laufen darf, denn dazu ist das Leben zu schade.

8 Wochen nach dem Bruch kam ich mal wieder mit Tränen in den Augen vom Radiologen. Diesmal auch Tränen der Fassungslosigkeit und mehr Tränen als beim letzten Mal. Mein Knochen war wieder heil und das war das größte Geschenk der Welt für mich. Ich durfte wieder laufen!

Die ersten Laufschritte.. naja.. 15min und es war schwerfällig und anstrengend. Mein Körper war zwar fit für ne Aquajogging Weltmeisterschaft aber Laufen fühlte sich zwar irgendwie noch vertraut an, aber ganz schön ungewohnt!

Ich dachte die Laufpause wäre schwer gewesen, aber das langsame Steigern der Laufkilometer, zu sehen wie der Körper abgebaut hat und die ständige Angst, dass der Fuß nicht hält, war noch einmal was ganz Anderes. Dennoch war die Freude überhaupt wieder zu laufen größer und der Körper vergisst nicht. Von meiner Topform bin ich zwar noch ein Stückchen entfernt, aber ich fühle mich von Einheit zu Einheit besser und mache große Fortschritte. Das kann man nicht sagen, wenn man gerade in Topform ist, da sieht man manchmal gar keine Fortschritte 😉

Eins ist mir klar geworden durch die Verletzung, das Leben hat mehr zu bieten als Bestzeiten und Meisterschaften und ich will mir unbedingt nocheinmal beweißen was in meinen Beinen steckt!

 

 

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