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Die Laufmaus, was ist das eigentlich?

Wir werfen aus den Beinen und laufen aus den Armen… Wie oft habe ich diesen Satz in meinem Sportstudium gehört. Bekanntlich ist an klugen Sprüchen ja meist was dran.

Kleine, ergonomisch geformte, ultra leichte (67g) Untensilien, die du beim Laufen einfach in deinen Händen hältst.

Mit 17 patentierten Eigenschaften in Bezug auf Form und Funktionalität hilft sie dir dich gesünder und effizienter zu Fuß zu bewegen.

Dabei ist es egal ob du dich mit spazieren gehen fit hälst, Hobbyläufer bist oder sogar Leistungssport betreibst.

Entwickelt wurden sie von Dr. med. Schüler, einem Arzt und leidenschaftlichen Sportler aus Münster.

Nach einem Autounfall kämpfte er sich aus der Bettlägerigkeit zurück ins Leben und entdeckte für seine eigene Reha die Funktionalität der Handhaltung auf die Aufrichtung und Haltung des gesamten Körpers.

 

Sichtbare Veränderungen, wenn du mit der Laufmaus läufst sind:

  • Dein Daumen und Dein Zeigefinger gehen in eine Oppositionsstellung
  • Deine Hände erfahren eine leichte Außenrotation
  • Dein gesamter Oberkörper richtet sich auf
  • Dein Kopf zeigt in Laufrichtung
  • Dein Blick geht nach vorne
  • Deine Schultern bewegen sich nach hinten unten
  • Dein Brustkorb öffnet sich
  • Deine Nackenpartie dehnt sich
  • Dein Hals streckt sich

Spürbare Veränderungen, wenn du mit der Laufmaus läufst sind:

  • Deine Nackenmuskulatur entspannt sich
  • Deine Extremitäten werden besser durchblutet
  • Dein Thorax bekommt mehr Raum und Dein Atem wird tiefer
  • Dein Hand-Schulter-Arm-Komplex entspannt sich
  • Deine Organe arbeiten effektiver
  • Deine Faszien und Muskeln werden besser angesteuert und ausbalanciert
  • Deine anatomischen Engstellen öffnen sich
  • Deine Psyche reagiert mit Motivation und Freude und Du erreichst schneller Deinen Flow-Zustand
  • Deine Stressresilienz, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit steigern sich

Der richtige Armschwung, wie sieht der eigentlich aus?

Die richtige Armhaltung lässt sich gut und einfach vor dem Spiegel üben.

Die Hände sind leicht geöffnet, die Schultern leicht zurück gezogen und die Arme schwingen locker vor und zurück. Nach hinten sollte die Bewegung einen großen Bewegungsradius haben, sodass die Hand auf höhe der Hüfte ist und man ein Dreieck (Läuferdreieck) erkennen kann. Der Winkel im Ellbogen sollte nicht größer als 90 Grad sein.

Bei der vorwärts Bewegung wird der Winkel etwas enger und der Arm wird nah am Körper nach vorne geführt. Die Hand sollte die Körpermitte nicht kreuzen, da es sonst zu einer Rotation im Schulterbereich kommt.

Übe die Bewegung vor dem Spiegel und kontrolliere dich selbst. Drehe dich mal vorwärts und mal seitlich zum Spiegel. Wenn die Bewegung stimmt, schwinge die Arme weiter und schließe die Augen. Verinnerliche so das Bewegungsmuster und rufe es beim Laufen wieder ab. Für diese Übung kannst du super die Laufmaus verwenden, da sie dir hilft die richtige leichte Spannung in die Arme zu bekommen. Nicht zu verkrampft und nicht zu spannungslos. Diesen Armschwung setzt du dann auch beim Laufen um. Leider fällt hier die Spiegelkontrolle schwer, aber lasse dich mal filmen und kontrolliere die Armbewegung.

 

Was ich bei mir selbst beobachtet habe wenn ich mit der Laufmaus laufe:

In der Theorie weiß ich wie der perfekte Armschwung aussieht nur zu gut. Auch kann ich ihn im Schlaf auf Kommando zeigen. Beim Laufen habe ich mich aber schon sehr oft selber ertappt wie ich ins schludern komme. Mein rechter Arm steht oft recht weit ab wenn ich nicht darauf achte. Bei lockeren Läufen könnten die Arme manchmal etwas mehr Spannung vertragen.

Mir fällt auch auf, dass wenn ich ermüde oder nach einer Weile zu sehr in Gedanken versinke die Armhaltung schlechter wird.

Laufe ich mit der Laufmaus, habe ich die super leichten Mäuse in meinen Händen. Sie fühlen sich angenehm an und alleine dadurch, dass man merkt das irgendwas da ist vergisst man seine Hände nicht. Ich fühle mich auch bei lockeren Nüchternläufen dynamischer und auch bei längeren Läufen bleiben die Arme zum Ende hin dynamisch. Durch die bessere Armarbeit komme ich automatisch besser in meinen Lauffluss und Laufe sogar ein Tick schneller bei gleicher Anstrengung und Puls.

 

Was ich mit meinen Klienten beobachtet habe wenn sie mit der Laufmaus laufen:

Ich arbeite mit vielen Läufern und Triathleten zusammen und begleite sie im Personal Training bei der Verbesserung ihres Laufstils, sowie Kräftigung und Verbesserung der Beweglichkeit des Körpers.

Schon vor meiner Begegnung mit der Laufmaus habe ich immer großen Wert auf die richtige Armhaltung gelegt, da wir wie oben erwähnt bekanntlich mit den Armen laufen 😉 Die Systeme im Körper sind immer gekoppelt. Beim Laufen können die Beine nichts anderes machen als die Arme, sonst würde das System aus dem Rhytmus kommen. Versuche mal wenn du ermüdest dich nur auf deine Armbewegung zu konzetrieren und schon hebst du die Knie automatisch höher und hast wieder mehr Spannung im Lauf.

Hier einmal bildlich veranschaulicht wie sich die Laufmäuse auf den Laufstil auswirken können.

Zu sehen ein ambitionierter Marathonläufer, Wochenpensum 50-60km.

Die Armhaltung hat sich im Laufe der Zusammenarbeit schon stark verbessert, achtet der Läufer aber mal kurz nicht drauf, weil ich ihn mit einer anderen Anweisung ablenke, öffnet sich der Armwinkel, die Armbewegung wird kleiner und verliert an Spannung. Dem zufolge verliert der gesamte Körper an Spannung und der Läufer fällt etwas in sich zusammen, womit er sich das Laufen sehr erschwert.

Lasse ich den Läufer mit der Laufmaus laufen, sieht das Ganze schon gleich viel besser aus, auch in Ermüdung und Ablenkung. Die Arme sind auch gegen Ende des Trainings noch dynamisch, der Körper hat ausreichend Spannung, der Laufstil wird effizienter. Ich lies den Läufer sogar einen Test-Halbmarathon mit den Laufmäusen laufen. Er lief fast an seine Bestzeit heran, obwohl das Training (Corona und ausfallenden Rennen zu Folge) nicht auf diese Distanz ausgerichtet war. Selbst berichtet der Läufer, das er mit gleichem Puls einfach schneller unterwegs war, was auf eine größere Laufeffizienz schließen lässt. Auch seine Schrittfrequenz war bei dem Testlauf erhöht, was die These der Laufeffizienz stützt. Gefühlt hatte er auch einen kräftigeren Abdruck. Als kleines Manko berichtet er, dass die Verpflegung schwer fällt da die Hände ja belegt sind. Mit etwas Übung sollte das aber bald besser gehen 😉

 

 

Interesse geweckt?

Dann schaut mal bei der Laufmaus vorbei

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